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Warum ich Employer Branding fotografiere - und warum ich keine Models brauche.

  • Autorenbild: Angelika Stehle
    Angelika Stehle
  • 1. Mai 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Es gibt einen Moment bei jedem Fotoshooting, den ich besonders liebe.

Er passiert meistens ganz am Ende.

Jemand schaut auf die Bilder und sagt überrascht:

„Das bin wirklich ich?“

Oder:

„So habe ich mich noch nie gesehen.“

Genau für diesen Moment mache ich meinen Beruf.


Angelika Stehle Employer Branding Managerin & Fotografin
Angelika Stehle Employer Branding Managerin & Fotografin

Denn die meisten Menschen behaupten von sich, sie seien nicht fotogen. Sie mögen keine Kamera, fühlen sich unsicher oder glauben, dass gute Fotos nur mit Models entstehen.

Ich sehe das anders.

Seit über 25 Jahren fotografiere ich Menschen in Unternehmen. Und ich habe gelernt: Jeder Mensch hat eine Ausstrahlung. Meine Aufgabe ist es nicht, sie zu verändern. Meine Aufgabe ist es, sie sichtbar zu machen.

Deshalb arbeite ich so gerne mit echten Mitarbeitenden.

Nicht mit Models.

Models können eine Situation darstellen.

Mitarbeitende leben sie.

Sie kennen die Herausforderungen ihres Arbeitsalltags. Sie kennen die Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie jeden Tag zusammenarbeiten. Sie lachen miteinander, lösen Probleme, tragen Verantwortung und gestalten die Kultur eines Unternehmens.

Genau diese Echtheit interessiert mich.

Denn sie lässt sich nicht inszenieren.


Employer Branding ist für mich mehr als schöne Bilder.

Viele denken bei Employer Branding zuerst an Recruiting.

Ich denke zuerst an Unternehmenskultur.

Eine starke Arbeitgebermarke entsteht nicht durch Werbeslogans. Sie entsteht dort, wo Menschen gerne arbeiten, sich wertgeschätzt fühlen und Verantwortung übernehmen.

Fotografie kann diese Kultur sichtbar machen.

Sie kann zeigen, wie Zusammenarbeit aussieht.

Wie Führung gelebt wird.

Wie Menschen miteinander umgehen.

Und manchmal kann sie sogar Denkanstöße geben.

Denn wenn Unternehmen ihre eigene Kultur durch authentische Bilder betrachten, entstehen oft spannende Gespräche:

Zeigen wir wirklich, wer wir sind?

Werden unsere Werte sichtbar?

Erkennen sich unsere Mitarbeitenden in diesen Bildern wieder?

Für mich beginnt Employer Branding genau an diesem Punkt.


Warum ich mich zusätzlich weitergebildet habe.

Mit den Jahren wurde mir klar, dass gute Employer-Branding-Fotografie mehr braucht als fotografisches Können.

Wer Unternehmenskultur sichtbar machen möchte, sollte verstehen, wie Arbeitgebermarken entstehen, welche Erwartungen Bewerberinnen und Bewerber heute haben und welche Rolle Führung, Kommunikation und Werte dabei spielen.

Deshalb habe ich mich an der Quadriga Hochschule Berlin zur Employer Branding Managerin weitergebildet.

Diese Ausbildung hat meinen Blick erweitert.

Heute fotografiere ich nicht nur Situationen.

Ich verstehe den strategischen Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur, Arbeitgeberattraktivität, Recruiting und visueller Kommunikation.

Das verändert meine Arbeit.

Ich komme nicht mit einer fertigen Bildidee zu einem Unternehmen.

Ich höre zu.

Ich stelle Fragen.

Ich möchte verstehen, was ein Unternehmen ausmacht und welche Geschichte erzählt werden soll.

Erst dann entsteht eine Bildwelt, die glaubwürdig ist.


Mein Warum.

Ich möchte Menschen zeigen, wie sie wirklich sind.

Ich möchte Mitarbeitenden Bilder schenken, auf denen sie sich selbst mit Stolz wiedererkennen.

Und ich möchte Unternehmen dabei unterstützen, eine Arbeitskultur sichtbar zu machen, die Menschen anzieht – nicht durch Hochglanz, sondern durch Echtheit.

Denn ich bin überzeugt:

Die stärksten Arbeitgebermarken entstehen dort, wo Menschen sich gesehen fühlen.

Und genau das möchte ich mit meiner Arbeit sichtbar machen.

Angelika Stehle





 
 
 

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