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Mehr als Fotografie. Über meinen Weg, meine Arbeit und das, was mir wichtig ist.

vor 1 Tag
6 Min. Lesezeit


Von der Fotografie über die Gründung eigener Unternehmen bis zur beruflichen Neuorientierung anderer Menschen. Warum ich immer wieder neue Wege gehe und mir dabei eines besonders wichtig ist: selbstbestimmt zu leben und zu arbeiten.



Fotografie ist seit über 20 Jahren ein Teil meines Lebens

Seit 2003 arbeite ich als professionelle Fotografin. In dieser Zeit habe ich unzählige Menschen kennengelernt, Unternehmen begleitet, Orte entdeckt und Geschichten mit meiner Kamera erzählt.

Was mich von Anfang an fasziniert hat, ist nicht allein das Fotografieren. Es ist die Möglichkeit, Menschen und ihre Geschichten sichtbar zu machen. Hinter die Kulissen zu schauen, Zusammenhänge zu verstehen und mit Bildern etwas zu vermitteln, das über den ersten Eindruck hinausgeht.

Meine Arbeit hat mich in ganz unterschiedliche Bereiche geführt: von der Corporate Fotografie über Employer Branding und Unternehmensreportagen bis hin zu Tourismus- und Imagekampagnen.

Ich habe Menschen in ihrem beruflichen Umfeld fotografiert, Unternehmen bei ihrer visuellen Kommunikation begleitet und für Destinationen Bildwelten geschaffen, die Lust aufs Reisen machen.

Und auch nach all diesen Jahren ist meine Neugier geblieben.

Authentizität ist für mich keine Modeerscheinung

In einer Zeit, in der Bilder immer perfekter, künstlicher und austauschbarer werden, gewinnt für mich eine Eigenschaft zunehmend an Bedeutung: Echtheit.

Ich mag Menschen mit Charakter. Gesichter, die Geschichten erzählen. Natürliches Licht. Echte Begegnungen. Und Bilder, die nicht versuchen, etwas darzustellen, das gar nicht da ist.

Das bedeutet nicht, dass professionelle Fotografie dem Zufall überlassen werden sollte. Im Gegenteil.

Eine gute Aufnahme braucht Erfahrung, ein Gespür für Licht, Bildgestaltung und vor allem für Menschen. Sie braucht Vorbereitung und manchmal auch Inszenierung. Aber sie sollte dabei glaubwürdig bleiben.

Gerade in der Corporate Fotografie ist mir das wichtig. Unternehmen bestehen aus Menschen, Persönlichkeiten und einer eigenen Kultur. Diese sichtbar zu machen, finde ich wesentlich interessanter, als eine vermeintlich perfekte Unternehmenswelt zu inszenieren.

Authentizität bedeutet für mich nicht, auf Professionalität zu verzichten. Sondern mit Professionalität etwas Echtes sichtbar zu machen.


Unternehmertum bedeutet für mich, Dinge gestalten zu können

Neben meiner Arbeit als Fotografin hat mich schon immer die Frage beschäftigt, wie wir arbeiten und leben möchten.

Ich bin gerne selbstständig. Nicht, weil Selbstständigkeit immer einfach wäre. Ganz im Gegenteil. Wer unternehmerisch arbeitet, kennt Unsicherheiten, Verantwortung und Phasen, in denen nicht alles nach Plan läuft.

Aber ich schätze die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, Ideen umzusetzen und Dinge zu verändern.

Für mich bedeutet Selbstbestimmung nicht, jederzeit tun zu können, worauf ich gerade Lust habe. Sondern Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen.

Und dazu gehört manchmal auch, Gewohntes zu hinterfragen.


2019: Mit Flow Spaces entsteht ein neuer Ort für Ideen

2019 habe ich mit Flow Spaces in der Wiesbadener Walkmühle einen eigenen Kreativraum geschaffen.

Ursprünglich war die Idee, einen Ort zu haben, an dem Fotografie, kreative Arbeit und Begegnungen zusammenkommen können.

Heute ist Flow Spaces ein rund 200 Quadratmeter großes Kreativ-Loft, Fotostudio und eine Offsite-Location für Unternehmen, Teams und Menschen mit Ideen.

Hier finden Workshops, Strategietage, Coachings, Fotoshootings und Veranstaltungen statt.

Was ich an diesem Ort besonders mag, ist seine Vielseitigkeit. Unterschiedliche Menschen kommen mit ganz unterschiedlichen Themen zusammen. Sie entwickeln Ideen, diskutieren, lernen voneinander und gehen manchmal mit einer völlig neuen Perspektive nach Hause.

Flow Spaces ist für mich deshalb mehr als eine Location.

Es ist ein Ort, an dem Entwicklung stattfinden darf.

Und vielleicht ist genau das eine Verbindung zu meiner Fotografie: Ich interessiere mich für Menschen, ihre Geschichten und die Möglichkeiten, die entstehen, wenn wir ihnen Raum geben.

Nachhaltigkeit beginnt für mich bei bewussten Entscheidungen

Nachhaltigkeit ist ein Wert, der mir persönlich wichtig ist und den ich auch in meiner unternehmerischen Arbeit berücksichtigen möchte.

Dabei geht es mir nicht um Perfektion oder darum, jede Entscheidung mit einem grünen Etikett zu versehen.

Es geht um einen bewussteren Umgang mit Ressourcen, Konsum und Verantwortung.

Ich glaube, dass wir nicht immer mehr brauchen. Nicht immer mehr Dinge, nicht immer mehr Tempo und auch nicht immer mehr Angebote.

Oft ist weniger tatsächlich mehr.

In meiner fotografischen Arbeit bedeutet das beispielsweise, Produktionen sinnvoll zu planen, vorhandene Ressourcen zu nutzen und Bilder zu schaffen, die nicht nur für einen kurzen Trend funktionieren.

Eine hochwertige Bildwelt kann Unternehmen über längere Zeit begleiten und in unterschiedlichen Medien eingesetzt werden. Voraussetzung dafür sind eine gute Konzeption, eine zeitlose Bildsprache und eine durchdachte Produktion.

Auch privat schätze ich einen bewussten Lebensstil, Zeit in der Natur, Bewegung und die Freiheit, mit möglichst wenig Ballast unterwegs zu sein.

Nachhaltigkeit ist für mich keine Frage der perfekten Lebensführung, sondern eine Haltung, die sich in vielen kleinen und großen Entscheidungen zeigt.


Warum mich berufliche Neuorientierung beschäftigt

Durch meine langjährige Arbeit mit Unternehmen und Menschen habe ich viele berufliche Lebenswege kennengelernt.

Menschen, die ihren Beruf lieben. Andere, die sich verändern möchten. Und wieder andere, die irgendwann feststellen, dass das, was lange richtig war, heute nicht mehr zu ihnen passt.

Auch ich kenne das Bedürfnis, neue Ideen zu entwickeln und bestehende Strukturen zu hinterfragen.

Mich interessiert, was Menschen antreibt. Welche Fähigkeiten sie mitbringen, welche Wünsche sie haben und warum sie manchmal so lange in Situationen bleiben, die ihnen nicht mehr guttun.

Aus dieser Beschäftigung ist die Jobwerkstatt entstanden.

Als Business Coach begleite ich Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten. Besonders diejenigen, die bereits viel Erfahrung gesammelt haben und sich fragen, wie ihre nächste berufliche Lebensphase aussehen könnte.

Dabei geht es nicht immer um einen radikalen Neuanfang.

Manchmal geht es darum, die eigenen Stärken wiederzuentdecken, neue Möglichkeiten zu erkennen oder den Mut zu entwickeln, einen ersten Schritt zu machen.

Meine Überzeugung ist: Berufliche Neuorientierung ist keine Frage des Alters. Sie ist eine Zukunftskompetenz.


Fotografie, Coaching und Unternehmertum – passt das zusammen?

Auf den ersten Blick wirken meine beruflichen Tätigkeiten vielleicht unterschiedlich.

Fotografie, ein Kreativ-Loft, Business Coaching und die Entwicklung neuer Ideen.

Für mich gibt es jedoch einen gemeinsamen Nenner.

Es geht immer um Menschen, Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten.

In der Fotografie versuche ich, Menschen und ihre Geschichten sichtbar zu machen.

Mit Flow Spaces schaffe ich Raum für Begegnungen und neue Ideen.

Und in der Jobwerkstatt unterstütze ich Menschen dabei, ihren eigenen beruflichen Weg bewusster zu gestalten.

Alle drei Bereiche haben mit Veränderung, Identität und Entwicklung zu tun.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mich nie ausschließlich über eine einzige berufliche Rolle definieren wollte.

Ich bin Fotografin. Ich bin Unternehmerin. Ich bin Business Coach.

Und ich möchte die Freiheit behalten, unterschiedliche Interessen miteinander zu verbinden.

Natur, Reisen und die Freiheit, unterwegs zu sein

Ein wichtiger Ausgleich zu meiner unternehmerischen Arbeit ist die Natur.

Ich liebe es, draußen zu sein, zu wandern, Rad zu fahren und neue Orte zu entdecken.

Reisen bedeutet für mich nicht nur, andere Länder kennenzulernen. Es bedeutet auch, Abstand vom Alltag zu gewinnen, Perspektiven zu verändern und wieder genauer hinzuschauen.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass mich die Destination- und Reisefotografie besonders begeistert.

Ich mag das Licht an unbekannten Orten, die kleinen Begegnungen unterwegs und die Geschichten, die sich oft abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten finden lassen.

Auch hier geht es mir weniger um Perfektion als um Atmosphäre und echte Eindrücke.

Und manchmal genieße ich es, einfach nur mit meiner Kamera unterwegs zu sein. Ohne Briefing, ohne Auftrag, ohne Erwartungen.

Nur aus Freude am Fotografieren.


Selbstbestimmung bedeutet auch, sich verändern zu dürfen

In über zwei Jahrzehnten Selbstständigkeit habe ich gelernt, dass sich nicht alles planen lässt.

Märkte verändern sich. Technologien entwickeln sich weiter. Persönliche Prioritäten verschieben sich. Und manchmal fordert uns das Leben dazu auf, Dinge neu zu betrachten.

Ich glaube nicht daran, dass wir uns einmal für einen Weg entscheiden müssen und diesen dann unverändert bis zum Ende gehen sollten.

Wir dürfen uns weiterentwickeln.

Wir dürfen neue Interessen entdecken, Erfahrungen neu bewerten und Entscheidungen treffen, die besser zu unserer aktuellen Lebenssituation passen.

Das bedeutet nicht, alles Bestehende aufzugeben.

Im Gegenteil: Ich empfinde es als großes Privileg, auf meiner langjährigen Erfahrung als Fotografin aufbauen zu können und gleichzeitig Raum für neue Projekte zu haben.


Was bleibt

Auch nach mehr als 20 Jahren ist die Fotografie ein wichtiger Teil meiner beruflichen Identität.

Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten, neue Unternehmen kennenzulernen, an interessanten Orten zu fotografieren und Geschichten in Bildern zu erzählen.

Gleichzeitig möchte ich neugierig bleiben, Neues lernen und meine Arbeit so gestalten, dass sie zu meinem Leben passt.

Was mich dabei begleitet, sind Werte, die mir persönlich wichtig sind: Authentizität, Nachhaltigkeit, Freiheit und Selbstbestimmung.

Nicht als fertiges Konzept, sondern als Orientierung.

Ich möchte bewusst entscheiden, wie ich arbeite, mit wem ich zusammenarbeite und wofür ich meine Zeit und Energie einsetze.

Und ich möchte mir die Neugier bewahren, die mich schon seit meinen ersten Jahren als Fotografin antreibt.

Denn für mich bedeutet ein erfülltes Berufsleben nicht, möglichst viel zu machen. Sondern das Richtige zu tun – mit Überzeugung, Freude und dem Gefühl, den eigenen Weg zu gehen.



Angelika Stehle

Fotografin. Unternehmerin. Business Coach.

Wiesbaden.

 
 
 

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